Kö-Bogen

Düsseldorf baut den Kö-Bogen

Eine Jahrhundertchance für Düsseldorf?

An dieser Stelle sind sich noch alle einig: Er ist das wichtigste Bauprojekt für die Stadt seit dem Rheinufertunnel. Doch danach hört die Einigkeit auf. Wir begeleiten Planungen und Bau des Kö-Bogens hier im Blog - mit Meinung und Hintergrund.

Neue Bänke für den Schadowplatz

Neue Bänke für den Schadowplatz

Der Frühling ist in Düsseldorf angekommen. Seit Montag (31.03.2014) gibt es dafür rund um den Kö-Bogen auch die passenden Sitzgelegenheiten. Aus Wien hat die Stadt für 14.000 Euro sieben neue futuristische Bänke anliefern lassen. Schon am ersten Tag wurden sie ausgiebig genutzt.

Diese Art der Designer-Möbel kommt aus dem Wiener Museumsviertel. Die Bänke, so die Hoffnung von Stadt und Politikern, sollen den Schadowplatz beleben - sie können aber auch verschoben werden, wenn es dort Veranstaltungen gibt. Den Farbton beschreibt die Stadt als “maiwiesengrün”. Später soll dann auch noch eine weitere Sitzgelegenheit aufgestellt werden, und zwar eine runde Holzbank um den Baum auf dem Schadowplatz herum. Diese werde jedoch gerade erst noch gebaut, hat uns Planungsdezernent Bonin gesagt. Sie soll im Mai fertig sein.

Mehr Bilder vom Frühling rund um den Kö-Bogen finden Sie in unserer Bildergalerie!

31. März 2014,

Neuer Kö-Bogen-Tunnel öffnet am 14. Mai

Neuer Kö-Bogen Tunnel

So sieht es momentan noch am Süd Nord Tunnel des Kö-Bogens aus. Ab Mitte Mai kommt dann jeder vielleicht etwas schneller durch die Innenstadt.
Dann ist der dritte Kö-Bogen-Tunnel fertig. Er führt von Süden nach Norden, also von der Berliner Allee Richtung Kaiserstraße. Zunächst wird nur eine Spur befahrbar sein, da der Schallschutz noch angebracht werden muss. Ab Oktober sind dann alle drei Spuren frei. Das liegt daran, dass noch nicht alles fertig ist, genauer gesagt vor allem die Ausfahrtsrampe am Theatermuseum. Um diese fertig zu bauen, braucht die Stadt aber den Platz, auf dem jetzt oberirdisch die Straße liegt. Also wird der Tunnel einspurig freigegeben, so dass man oben die Straße abbauen kann. Anschließend wird die Rampe fertig gebaut, inklusive Schallschutz. Zunächst wird auf der rechten Seite gearbeitet, die linke Spur ist also benutzbar und ab Juli umgekehrt. Es handelt sich hierbei um den insgesamt dritten Kö-Bogen-Tunnel.

Nächste Woche wird dann asphaltiert und die Zufahrten zu den Parkhäusern werden gebaut. Außerdem werden Schilder, Ventilatoren und die Beleuchtung angebracht. Das wird in etwa 8 Wochen in Anspruch nehmen.
Die Stadt geht davon aus, dass täglich ca. 18.000 Autos durch den Tunnel fahren werden und er dadurch eine große Entlastung für den Verkehr in der Innenstadt sein wird. Der Süd Nord Tunnel hat die Stadt 24 Millionen Euro gekostet, insgesamt flossen aber 190 Millionen in die Tunnel.

Wie es aktuell im Süd Nord Tunnel aussieht, können Sie sich in unserer Antenne Düsseldorf Bildergalerie anschauen!

21. März 2014,

Tausendfüßler-Bereich: Neugestaltung steht fest

Der Kö-Bogen verändert sich laufend. Was genau jedoch mit dem ehemaligen Tausendfüßler-Bereich passiert, war bislang noch nicht klar. Nun steht es fest. Der Bereich wird komplett neu gestaltet: Der Streckenverlauf der Hochstraße Tausendfüßler wird mit einer neuen Fußgänger-Allee nachgezeichnet. Man könnte sagen: Die Stadt kopiert das Erfolgsmodell Rheinuferpromenade in die Innenstadt, ohne Rhein, dafür aber mit Hofgarten rechts und links. Es werden alleine für diese Promenade 160 neue Platanen vom Hofgarten bis zur Johanneskirche gepflanzt. Dabei handelt es sich um die gleichen Bäume, die auch an der Rheinuferpromenade stehen.

Bei einer Sache herrscht allerdings noch Uneinigkeit: Die Straßenbahn wird an der neuen Promenade auch weiterhin oberirdisch fahren. Die Gleise sehen dann zwar mit den Pflanzen etwas schöner aus, teilen aber weiterhin den Hofgarten in zwei Hälften. Problematisch dabei ist, dass die Fußgänger weiterhin die Gleise überqueren müssen. Es wird einige gesicherte Übergänge geben, theoretisch können die Gleise allerdings überall überquert werden. Diese Sicherheitsfrage wird in den nächsten Tagen noch weiter diskutiert.

Anfang nächsten Jahres soll es losgehen, zeitgleich wird auch der Bau des Nord-Süd-Tunnels in der Endphase sein. Das ist der Tunnel, der den Tausendfüßler ersetzt und Mitte nächsten Jahres fertig sein soll. Anschließend geht es dann am Gustaf-Gründgens-Platz mit den Kö-Bogen II-Gebäuden weiter. Wie es im Moment aussieht, setzt sich da der Entwurf von Christoph Ingenhoven durch. Der ganze Bereich bleibt also Großbaustelle. Aber das Ziel ist klar: Ende 2017 soll alles fertig sein.

18. März 2014,

“Architektur-Oscar”: Kö-Bogen gewinnt MIPIM-Award

Der Kö-Bogen hat den sogenannten “Architektur-Oscar” gewonnen: den MIPIM-Award. Die Libeskind-Gebäude wurden am Donnerstag (13.03.2014) auf der Immobilienmesse in Cannes als “bestes Projekt zur Stadterneuerung” ausgezeichnet. Der Kö-Bogen hat sich damit gegen die Konkurrenz aus Paris, London und Birmingham durchgesetzt. Insgesamt ist es bereits die dritte Auszeichnung für ein Düsseldorfer Gebäude auf der weltgrößten Immobilienmesse: in der Vergangenheit waren bereits das Stadttor und das SEVENS an der Kö mit einem MIPIM-Award ausgezeichnet worden.

17. März 2014,

Kö-Bogen II: So könnte er aussehen

Am Donnerstag Abend (06.03.2014) haben Stadt und Architektenbüros ihre Entwürfe für den zweiten Teil des Kö-Bogens vorgestellt. Wir zeigen Ihnen, was die einzelnen Pläne genau vorsehen – und wie der Bereich rund um Dreischeiben- und Schauspielhaus einmal aussehen könnte. Die Entwürfe sind auch im Kö-Bogen-Pavillon am Corneliusplatz öffentlich ausgestellt.

Entwurf Christoph Ingenhoven

Entwurf vom Architekten Ingenhoven
Der Düsseldorfer Star-Architekt macht es schräg. Vor das Dreischeibenhaus setzt er ein Gebäude, auf das man vom Boden aus laufen kann. Das Dach soll mit Rasen ausgestattet werden und als Liegefläche dienen. Im Inneren könnte eine gastronomische Markthalle einziehen. Zweiter Hingucker des Entwurfes ist das Gebäude an der Schadowstraße. Die Fassade soll Richtung Schauspielhaus treppenartig begrünt werden.

Entwurf Molestina/Fenner

Entwurf von Molestina
Vor das Dreischeibenhaus setzen sie eine Markthalle mit verschieden langen Seiten. An die Schadowstraße kommt - wie bei eigentlich allen Entwürfen - ein langer Gebäudeblock für Geschäfte, Büros und auch Wohnungen. Durch die Gebäude entstehen zwei Plätze: Der Gustaf-Gründgens-Platz - er soll begrünt werden und kleine Wasserinseln bekommen. Dort, wo man früher unter dem Tausendfüßler durch lief, entsteht der neue Jan-Wellem-Platz (hier im Vordergrund zu sehen) mit Bäumen und Gastronomie.

Entwurf Snøhetta

Entwurf von Snøhetta
Das Büro hat bewusst keine konkrete Architektur vor gegeben - klar ist für sie, dass Dreischeiben- und Schauspielhaus nicht noch mit einem neuen spektakulären Gebäude abgewertet werden sollen. Ob die Fläche vor dem Dreischeibenhaus bebaut werden soll, wird offen gelassen. Die Diskussion darüber soll weiter laufen.

Entwurf Mercado

Entwurf von Mercado
Die Initiative Mercado hat ebenfalls freiwillig einen Entwurf gestaltet. Er ist inspiriert von dem Mercado de San Miguel in Madrid. Die Initiative will eine zweistöckige, transparente Markthalle - zum Einkaufen, aber auch zum Essen und Trinken. Im oberen Stock sollen Events laufen können.

Entwurf HPP

Entwurf von HPP
Nicht offiziell von der Stadt bestellt, aber viel beachtet: Der Entwurf von HPP, den Architekten des Dreischeibenhauses. Sie wollen ihr Gebäude inszenieren. Deshalb lassen sie den Bereich davor frei. Der Gustaf-Gründgens-Platz soll mit einem Lichtspiel attraktiver werden. Das von der Politik gewünschte Markthallen-Konzept kann HPP sich auch in dem Gebäude an der Schadowstraße vorstellen.

7. März 2014,

Außengastronomie am Kö-Bogen eröffnet

Kö-Bogen

So soll es ab dem 15. März am Kö-Bogen aussehen. Dann soll dort die Außengastronomie mit über 300 Plätzen eröffnen. Auf einer rund 300 Quadratmeter großen Terrasse können wir dann mit Blick auf den Hofgarten direkt am Wasser Essen und Getränke genießen.

Foto: PR + Presseagentur textschwester

4. März 2014,

Die Tausendfüßler-Lücke

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Aktuelle Fotos von der Baustelle am Kö-Bogen

29. November 2013,

Kö-Bogen 2: Zukunft bleibt umstritten

Der Tausendfüßler hat viel Platz hinterlassen. Und es wird noch viel mehr, wenn Bahnen und Autos in Zukunft unterirdisch fahren werden. Wie soll der
Bereich einmal aussehen? In der vergangenen Woche lud die Rheinische Post zu einer Debatte ins Maxhaus ein.

Es gibt viele Ideen von den Stadtpolitikern. “Baut nicht alles zu! Schafft genügend Platz für Fußgänger!” meinen die einen. Wir brauchen dort eine Art Markthalle, denn Lebensmittel gibt es dort gar nicht zu kaufen. Auch Restaurants könnte die Gegend gebrauchen. Planungsdezernent Bonin kann sich vorstellen, die ursprünglichen Architekten-Pläne aus dem Jahr 2009 noch einmal überarbeiten zu lassen. Schließlich müsse man den Bereich jetzt nach dem Abriss des Tausendfüßlers neu auf sich wirken lassen.

OB Elbers sagte bereits, er will, dass nur zwei statt vier Gebäude entstehen. Bürgermeisterin Strack-Zimmermann betonte, dass auch Wohnungen gebaut werden müssten - darauf hin forderte SPD-Mann Raub, dass dieser Wohnraum auch bezahlbar sein muss. Was die Gestaltung angeht, so sieht auch er, dass weniger mehr wäre.

Wie es entlang der ehemaligen Tausendfüßlertrasse nun endgültig aussehen soll, darüber soll der Rat im kommenden März entscheiden.

22. November 2013,

Süd-West-Tunnel eingeweiht

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Wir haben Fotos von der Eröffnung des neuen Kö-Bogen-Tunnels für Sie.

15. Oktober 2013,

Kö-Bogen fast fertig


In ziemlich genau einem Monat können wir das neue Düsseldorfer Wahrzeichen betreten: Der Kö-Bogen wird eröffnet. Am 17. Oktober fällt der Startschuss - dann kommt auch Star-Architekt Daniel Libeskind aus New York. Drinnen werden zur Zeit noch die Geschäfte ausgebaut - das passiert mit hunderten von Gipskarton-Platten. Auch die Schaufenster-Dekorateure gehen langsam an die Arbeit. In den nächsten Tagen kommen die ersten LKW, die die Ware bringen. Davon werden wir aber nur wenig sehen - angeliefert wird über den Kö-Bogen-Tunnel. Dafür können wir draußen beobachten, wie auf den Eröffnungstermin hingearbeitet wird. In den nächsten vier Wochen müssen rund um die Gebäude noch neue Pflastersteine gelegt werden.
Zu unserer Bildergalerie.

16. September 2013,