Dachs beim Bau der Wehrhahnlinie

Düsseldorf baut die Wehrhahnlinie

Wir begleiten das Millionenprojekt

Der Bau der neuen U-Bahn-Strecke bedeutet eine Herausforderung für Stadt, Bauunternehmen, Anwohner, Händler und Pendler. Wir berichten in diesem Blog regelmäßig über alles, was der Bau mit sich bringt - mit Meinung und Hintergrund.

Kunst für die Wehrhahnlinie

Kunst

Die Bauarbeiten zur Wehrhahnlinie gehen in den Endspurt. In etwa einem Jahr sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Damit liegt das Projekt voll im Zeitplan.
850 Millionen Euro wurden für den Bau aufgewendet und so langsam kann man auch erkennen, wohin das Geld geflossen ist. Am deutlichsten an der Haltestelle unter dem Graf-Adolf-Platz und an der Benrather Straße. Dort sind die Arbeiten bereits am weitesten fortgeschritten.

Neben dem Praktischen steht auch das Künstlerische im Vordergrund. Mit der neuen U-Bahnlinie ist der Süden besser mit dem Osten vernetzt. Zur Gestaltung der unterdirdischen Haltestellen wurden erstmalig Künstler engagiert. Unter dem Graf-Adolf-Platz wurde beispielsweise viel grünes Glas verwendet und die Haltestelle unter der Benrather Straße soll später wie ein Raumschiff aussehen.

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Raumschiffdesign begeistert

OB Thomas Geisel zur Kunst für die Wehrhahnlinie

Stephan Keller über den Fortschritt der Wehrhahnlinie

29. Oktober 2014,

Ostast der Wehrhahnlinie kommt voran

Östliche Röhre der Wehrhahnlinie

Wenn Sie in diesen Tagen am Wehrhahn lang fahren oder laufen - dann können Sie einen Blick auf einen schon fertigen Teil der Wehrhahnlinie werfen. Die Rampe in den U-Bahn-Tunnel ist mittlerweile fertig – inklusive der Gleise. Trotzdem ist noch viel zu tun - erst 2016 sollen die Bahnen dann wirklich fahren.

Im südlichen Teil des Tunnels sind die Arbeiten schon etwas weiter, also zwischen Bilk und City. Dort war auch der Tunnelbohrer früher unterwegs. Auf diesem Abschnitt läuft der Ausbau der Bahnhöfe auf Hochtouren. Im östlichen Teil – vom Wehrhahn bis zum Corneliusplatz – sind die Arbeiten noch nicht ganz so weit. An der Station Jacobistraße/Pempelforter Straße läuft der Innenausbau schon, an der Schadowstraße soll der Rohbau bis April fertig sein.

Als nächstes muss im Ostast noch die Technik für den Betrieb eingebaut werden, dazu Kabel und Lüftungskanäle. Außerdem müssen in den Bahnhöfen die Wandverkleidungen und die Decken installiert werden. Schließlich müssen auch noch alle Gleise verlegt werden. Diese liegen im östlichen Teil bisher nur vom Wehrhahn bis zur Schadowstraße. Momentan werden sie dazu benutzt, um Material und Maschinen zu den Baustellen zu bringen.

Bis Ende 2015 soll das alles fertig sein. Die Stadt hofft, dass sie den Zeitplan einhalten kann - denn die Puffer, die sie eingeplant hatte sind aufgebraucht. Beispielsweise hatten die Arbeiten an der Kasernenstraße etwas länger gedauert. Dort war ein Jüdischer Friedhof gefunden worden.

Auch nicht im Rahmen geblieben sind die Kosten. Diese werden 180 Millionen Euro höher liegen, als ursprünglich mal beschlossen. Das Land wollte da noch etwas dazugeben. Die Stadt ist optimistisch, dass sie die zusätzlichen Kosten nicht alleine bezahlen muss. Das Land habe sogar explizit darum gebeten, dass die Stadt nochmal einen Förderantrag stellt, hieß es. Der Antrag wird momentan noch geprüft. Im Laufe des Jahres 2014 soll es dann die Entscheidung geben.

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25. Februar 2014,

Letzte 75 Meter gebohrt

Tunnel unter dem Kaufhof an der Kö

Zwei Monate hat es gedauert, jetzt sind auch die letzten 75 Meter für die “Wehrhahnlinie” geschafft. Direkt unter dem Kaufhof an der Kö wurde in den letzten zwei Monaten der Tunnel für den neuen Bahnhof “Heinrich-Heine-Allee” gebohrt – und zwar durchs Eis. Damit alles hält und der Tunnel nicht unter dem Gewicht des Kaufhofs einstürzt, wurde der Bereich vor dem Bohren auf minus 35 Grad abgekühlt. Deshalb ist es in der jetzt gebohrten Röhre 25 Meter tief unter der Erde auch noch sehr kalt, etwa 10 Grad.

Insgesamt hat der Tunnel für den neuen Bahnhof aktuell einen Durchmesser von 12 Metern. Der Tunnel wird aber noch auf einen Durchmesser von bis zu 25 Meter erweitert, damit dort nicht nur der Bahnsteig, sondern auch die neuen Gleise Platz finden. Die Arbeiten dafür starten im November 2013. Anfang 2015 soll der Bahnhof “Heinrich-Heine-Allee” fertig sein. Bis dahin müssen zunächst die Stützen aus Stahlbeton für den Bahnhof und die Bahnsteige eingebaut werden, damit der Tunnel auch hält, wenn das Eis abgetaut wird. Das wird etwa Mitte nächsten Jahres sein. Bis dahin, also bis der Rohbau fertig ist, bleibt der Eispanzer aber erst einmal. Dieser kostet laufend 90.000 Euro im Monat, allein für die Kühlung. Das entspricht rund 2000 Kühlschränken, die dauerhaft laufen. 71 Millionen Euro kostet der Vereisungstunnel insgesamt.

Auch ansonsten ist die Wehrhahnlinie nicht gerade günstig. Vor gut zwei Wochen (12.07.2013) musste die Stadt vermelden: Die neue U-Bahn wird nochmal teurer. 830 Millionen Euro wird sie am Ende kosten, und damit doppelt so viel, wie ursprünglich einmal geplant. Die Eröffnung Ende 2015 ist dadurch aber laut der Stadt nicht gefährdet.

Mehr Bilder von der Baustelle finden Sie in unserer aktuellen Bildergalerie.

29. Juli 2013,

Neue Bilder vom Bau der Wehrhahnlinie!

Bauarbeiten unter dem Kaufhof - Der Bohrer nimmt seine Arbeit auf

Unter dem Kaufhof an der Kö sind heute (6. Mai 2013) die ersten Zentimeter des Tunnels für die Wehrhahn-Linie gebohrt worden. Oberbürgermeister Dirk Elbers (CDU) hat persönlich unter fachlicher Anleitung den Bagger bedient. Zuvor hatte Ehrenoberbürgermeisterin Marlies Smeets (SPD) den Tunnel getauft. Ab heute soll es 1,50 Meter pro Tag vorwärts gehen. Insgesamt müssen 75 Meter gebohrt werden - in zwei Monaten dürfte der Tunnel fertig sein. Die Erde, die dafür weg gebaggert werden muss, ist vereist. Dafür ist in den letzten Monaten Kühlflüssigkeit durch 120 Leitungen unter den Kaufhof geflossen. Der Eispanzer außenrum schützt die Baustelle vor dem Eindringen von Grundwasser und sorgt gleichzeitig dafür, dass das Gebäude nicht absackt. Wenn dieses letzte Tunnelstück gebuddelt ist, geht es für die Stadt an den Ausbau der U-Bahnhöfe. In gut zwei Jahren soll die Wehrhahn-Linie dann fahren. Antenne Düsseldorf hat neue Fotos vom Bau unterm Kaufhof!

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6. Mai 2013,

Bauarbeiten weiter voll im Zeitplan

Die Arbeiten an der Wehrhahnline liegen weiter voll im Zeitplan. Die U-Bahnhöfe Schadowstraße und Jacobistraße sind ausgehoben. Der Rohbau soll jeweils bis Anfang kommenden Jahres fertig gestellt sein.

Die Stadt hat einen aktuellen Überblick über die anstehenden Arbeiten gegeben: Der U-Bahnhof Graf-Adolf-Platz steht im Rohbau, die Arbeiten am Bahnhof Kirchplatz werden drei Monate lang zeitversetzt durchgeführt. Am Graf-Adolf-Platz werden im Moment weitere Gleise verlegt. Diese sind besonders wichtig, da über diese Gleise die Materialien für den weiteren Ausbau angeliefert werden sollen. Darüberhinaus soll der Bahnhof Benrather Straße zum Jahreswechsel fertig sein. Bereits ab Mai steht eine große Herausforderung an: Dann wird der Tunnel unter dem Kaufhof-Gebäude gegraben. Ab 2015 soll dann die fertige Wehrhahnline in Betrieb genommen.


Aktuelle Bilder der Baustelle am Graf-Adolf-Platz

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12. März 2013,

“Tag des offenen Tunnels”

Da der Rohbau der Wehrhahn-Linie abgeschlossen ist, können Sie vor dem weiteren Ausbau am 08. und 09. Dezember zwischen 11 und 16 Uhr einen Blick in einen im Rohbau fertigen Abschnitt werfen. Startpunkt für die Führung ist der Zugang an der abgesperrten Südseite des Graf-Adolf-Platzes. Bei Ihrem Gang durch den hell erleuchteten Tunnel passieren Sie den Bahnhof am Kirchplatz und verlassen den Tunnel über die Rampe am Bilker S-Bahnhof. Aus Sicherheitsgründen ist die Anzahl der Besucher begrenzt, weshalb Sie gruppenweise nach unten gelassen werden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Leider ist zurzeit noch kein mobilitätsgerechter Zugang verfügbar. Der Zugang erfolgt über eine im Rohbau fertig gestellte Treppe. Wenn Sie sich über das Bauprojekt informieren wollen, stehen Ihnen außerdem sowohl am Graf-Adolf-Platz als auch in Bilk Tafeln mit Erläuterungen und Animationen zur Verfügung.


So soll die Bahnstation “Graf-Adolf-Platz” nach der Fertigstellung der Wehrhahn-Linie aussehen.


So soll die Bahnstation “Kirchplatz” am Ende aussehen.

28. November 2012,

Bauarbeiten: Alles zur “Vereisung” bei der Wehrhahnlinie

Die Bauarbeiten an der Wehrhahnlinie schreiten weiter voran! Seit knapp einem Jahr wird unterm Kaufhof der Platz für den neuen Bahnhof Heinrich-Heine-Allee gegraben. Dieser Teil verbindet dann den neuen Tunnel mit einem schon in den 80ern gegrabenen Tunnelteil.

In den nächsten Wochen wird die Erde unter dem Kaufhof an der Kö eingefroren. Das Eis dient zur Stabilisierung der Erde bei den weiteren Bauarbeiten und verhindert, dass Grundwasser einsickert. Die auf minus 35 Grad gekühlte Erde lässt so einen Eisring entstehen, dessen Mitte rausgebrochen wird anschließend mit Beton gefestigt wird.

Die Erde unter dem Kaufhof muss etwa eineinhalb Jahr gefroren werden. 20 Millionen Euro wird dieses Verfahren kosten. Es ist sicherer und nicht so aufwändig wie andere Verfahren. Die Alternative wäre gewesen, das fehlende Tunnelstück durch die schon fertige Station Heinrich-Heine-Alllee zu graben. Aber die Tunnelbohrmaschine hätte nicht einfach zum fertigen Tunnelstück durchfahren können.

So funktioniert das Vereisen
Durch die von der Grube am Kaufhof bis zur Heinrich-Heine Allee / Ecke Theodor-Körnerstraße gebohrten Löcher verlaufen über 75 Meter lang über 120 Rohre. Diese werden in etwa zwei Wochen mit einer minus 35 Grad kalten Flüssigkeit gefüllt. Nach zwei Monaten ist dann der Eisring entstanden.

Zwischen dem Fundament vom Kaufhof und dem Eisring liegen dann nur noch nur 1,50 Meter Erde. Der Mittelteil vom Ring wird dann von einem Bagger rausgebrochen und mit Beton stabilisiert.

Über 800 Sensoren sind installiert, die der Überwachung dienen. Sie messen oberirdisch die Temperatur in den Leitungen und an der Fassade und im Gebäude, ob der Kaufhof instabil wird. Bis zu 2,5 Zentimetern darf sich das Gebäude übrigens verschieben, bisher waren es maximal 7 Millimeter.

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20. Juli 2012,

Bauarbeiten unter der Erde gehen voran

Die Wehrhahnlinien-Baustellen verschwinden so langsam von der Oberfläche. Zwischen Bilk und Innenstadt entspannt sich die Verkehrslage also ein wenig. Gleichzeitig geht unter der Erde der Ausbau der neuen U-Bahnhöfe weiter. Beim U-Bahnhof Graf-Adolf-Platz sind die Ausbauarbeiten am weitesten vorangeschritten. Dort sind Sohlen, Wände und Teile des Bahnsteigs bereits betoniert. Richtung Norden und Süden beträgt der Durchmesser der Röhre fast neun Meter. Bis Ende 2012 soll dann der Rohbau am südlichen Abschnitt der Wehrhahnlinie fertiggestellt werden.
Im Januar 2013 fangen dann dort die Ausbauarbeiten an. Begonnen werden soll mit der Verlegung der Gleise, weiter geht es mit dem Einbau der technischen Ausrüstungen, dem architektonischen Ausbau und am Ende folgt dann noch die künstlerische Gestaltung.
Im östlichen Abschnitt der Wehrhahnlinie werden die U-Bahnhöfe nach gleichem Muster gebaut. Zwei Ausnahme gibt es aber: Am U-Bahnhof Heinrich-Heine-Allee wird ein Eispanzer als Schutz benötigt, damit in bergmännischer Bauweise gearbeitet werden kann. Auch an der Benrather Straße konnte die Tunnelbohrmaschine ebenfalls nicht zum Einsatz kommen.
Im Sommer 2015 soll dann der neue Tunnel zwischen dem Wehrhahn und dem Bilker Bahnhof frei gegeben werden.

  • Unsere Bildergalerie zur Wehrhahnlinie
  • 29. März 2012,

    Neues von der Baustelle!

    Und täglich grüßt die Wehrhahnlinie. Laufend tut sich etwas bei den Bauarbeiten: Im Süden geht es mittlerweile immer weiter unter die Erde. Am Bilker Bahnhof werden ab nächster Woche Gleise verlegt, um Platz für die künftige Rampe zu schaffen und am Wehrhahn geht die Tunnelbohrmaschine auch voran.
    Laut Verkehrsdezernent Stephan Keller liegt man damit insgesamt genau im Zeitplan. Am Wehrhahn ist die Tuborine gerade unter der Kreuzung Tonhallenstraße - da sind 600 Meter von insgesamt 900 Metern erreicht. Deshalb verlagert sich der Schwerpunkt gerade etwas in Richtung Süden, zur Baustelle am Bilker Bahnhof.
    Der nächste Schritt wird die Verlegung der Gleise sein. Die müssen erst einmal weiter nach außen gelegt werden. So soll der Haltepunkt Bilker Bahnhof peu a peu aufgelöst werden, komplett ab 2012, damit die Rampe Platz hat. Die braucht man nicht nur für den Endzustand, sondern auch schon vorher, um Materialien für zu den Baustellen transportieren zu können. Die Bahnen halten dann ab Januar auf der Aachener- und auf der Brunnestraße.
    Ab Mitte November soll die Elisabethstraße wieder zweispurig befahrbar sein. Ab März 2012 sollen alle Sperrungen aufgehoben werden und die Westseite Elisabethstraße ebenfalls fertig sein. Sie soll dann wieder so aussehen wie vor den Arbeiten an der Wehrhahnlinie.

    27. September 2011,

    Die Tunnelbohrmaschine kommt voran!

    Die Tunnelbohrmaschine hat bereits 300 Meter des Wehrhahnlinie-Tunnels gegraben. Damit etwa ein Drittel der Röhre fertig. Die Tuborine beginnt jetzt, sich unterhalb der Schwadowstraße entlang zu graben. Unterhalb des Tausendfüßlers wurden spezielle Röhrenringe verbaut, die Stahl-Tübbings heißen. Dazu Herr Wittkötter (Projektleiter der Wehrhahnlinie): “Das sind Stahlteile die miteinander hochfest verschraubt sind, und damit bigesteif sind. Das ist ein Begriff aus der Statik”.
    Sie bilden die Tunnel-Innenwand. Normale Tübbings werden nur von Druck zusammengehalten, Stahl-Tübbings werden hingegen verschraubt. Sie sind stabiler und verformen sich nicht, wenn später der Auto-Tunnel für den Kö-Bogen nahe des U-Bahntunnels entsteht. Insgesamt werden für die Wehrhahnlinie 640 Tübbings verbaut, fast 200 sind bereits montiert. Die Tunnelbauarbeiten liegen im Zeitplan und sollen im Oktober abgeschlossen werden.
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    27. Juli 2011,